Annett Micknaß

Blick aus Baupraxis und Projektverantwortung.

Bauprojekt Check ist entstanden, weil kritische Stellen in Bauunterlagen oft nicht laut wirken. Sie stehen in Vorbemerkungen, Leistungsgrenzen, Schnittstellen, Bestandsanschlüssen oder in Formulierungen, die auf der Baustelle plötzlich sehr konkret werden.

Ich prüfe diese Unterlagen aus der Perspektive der Baupraxis: Was ist fachlich erkennbar offen? Wo entsteht Klärungsbedarf vor Vertragsschluss? Und welche Punkte sollten nicht erst in der Ausführung sichtbar werden?

Annett Micknaß, Dipl.-Ing. FH Hochbau

Hintergrund

Technisches Verständnis reicht nicht. Entscheidend ist, wie Unterlagen später im Projekt wirken.

Als Bauingenieurin (Bauleiterin, Objekt- und Projektleiterin) mit über 25 Jahren Erfahrung in der Führung eines erfolgreichen Unternehmens und jahrelanger Führungsverantwortung lese ich Unterlagen nicht als literarischen Text, sondern als Arbeitsgrundlage für Kalkulation, Bauleitung, Abstimmung und Ausführung.

Fehler entstehen selten durch grobe Schnitzer; sie entstehen dort, wo normale Sätze Anschlussdetails verbergen, bauseitige Leistungen unklar bleiben oder die Leistungsbeschreibung mehr verspricht, als das Leistungsverzeichnis eindeutig liefert.

Mein Anspruch ist kein abschließendes Urteil über das Projekt; mein Anspruch ist, erkennbare Risikofelder früh auf den Tisch zu legen, damit vor einer Zusage gezielt gefragt, geklärt und entschieden werden kann.

Arbeitsweise

Was die Prüfung leistet und was bewusst nicht.

Fachlicher Blick

Im Fokus stehen typische Risikobereiche: Leistungsgrenzen, Schnittstellen, Bestandsanschlüsse, Mengenlogik, Vorbemerkungen und widersprüchliche Vorgaben.

Keine Kalkulation

Ihre interne Kalkulation bleibt bei Ihnen. Geprüft wird die fachliche Tragfähigkeit der vorliegenden Unterlagen, nicht Ihre Preisbildung.

Klare Abgrenzung

Bauprojekt Check ersetzt keine Rechtsberatung und kein Gutachten. Es geht um eine strukturierte Einschätzung aus Baupraxis.

Warum vor Vertragsschluss?

Weil Unterlagen später nicht harmloser werden.

Eine offene Schnittstelle bleibt offen. Eine unklare Vorleistung bleibt unklar. Eine Leistungsgrenze, die im Angebot nicht sauber verstanden wurde, wird in der Ausführung selten kleiner.

Der bessere Zeitpunkt für Klarheit ist vor der Zusage. Dann kann noch entschieden werden, ob ein Kompakt-Check reicht, ob eine vertiefte Prüfung sinnvoll ist oder ob zunächst gezielte Rückfragen gestellt werden sollten.

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